Verzweifelter Brief an tagesschau.de

21. September 2016 | von Johannes Reimann

Wider den Journalismus: Das Erste Deutsche Fernsehen streicht das politische Tagesgeschäft als Seifenoper an und vergisst dabei sein Handwerk. Darauf habe ich heute nun auch persönlich hingewiesen. » Weiterlesen

Steuerformular

Die ganze Wahrheit über die Panama Papers

Klägliche Profilneurose statt revolutionstiftender Recherche: Nachrichtenredaktionen bemühen sich um ein höheres Ansehen ihres Jobs, indem sie ihn künstlich dramatisieren. Was aber als gefeierter Aufreger unter der Glocke der journalistischen Selbstüberschätzung schrill von allen Wänden widerhallt, erregt draußen, in der Realität, als dumpfes Pochen allenfalls ein müdes Gähnen. » Weiterlesen

Mission erfüllt — und niemand setzt etwas dagegen (Foto: Johannes Reimann)

Die Geister, die Ihr rieft …

Am fünften Tag schockschwere Not, am sechsten Tag ... Die Betroffenheit des Establishments angesichts der erstarkten Aufmüpfigen kann nicht überzeugen. Statt Wehrhaftigkeit regiert Eitelkeit und der Tanker namens Demokratie schlägt leck. Nicht ein Wunder, sondern nur ehrbare und ernsthafte Arbeit kann das Land noch retten. » Weiterlesen

Achtung, Knutschgefahr (Foto: Johannes Reimann)

Achtung, Knutschgefahr

Erst in Berlin, jetzt in Heidelberg treibt eine Künstlerin ihr Wesen, die den Glauben an die Menschheit offenbar noch nicht verloren hat. Mit besorgtem Wohlwollen streut sie immer wieder ihre heiteren Weisheiten und reizt dabei nicht nur zum Nachdenken, sondern vielfach auch direkt zu Lachanfällen. Liebeserklärung an eine große Klebtomanin. » Weiterlesen

Schnappschuss: Blechlawine (Foto: Johannes Reimann)

Schnappschuss: Blechlawine

Ein Moment, eine Situation, eine Begebenheit — manche Stories wollen sofort kundgetan werden, ohne auf einen ausführlichen Beitrag zu warten. Diesmal: Die Anordnung der VW-Rückrufaktion durch das Kraftfahrtbundesamt wird möglicherweise eine Entwicklung in Gang setzen, die nie wieder einzufangen ist. » Weiterlesen

Achtung, Zugfahrten! (Foto: Johannes Reimann)

Kaputtmachen, was kaputtmacht

Es reicht! Nichts läuft mehr richtig bei der Deutschen Bahn. Da ist es nur recht und billig, dass auch der Rubel nicht rollt. Doch nicht irgendeine Fledermaus verhindert das Vorankommen, der Pleitegeier-Konzern selbst steht auf der Bremse — und legt ein ganzes zukunftsträchtiges System lahm. » Weiterlesen

Das Automobil: am Ende. Der Mensch muss in den Mittelpunkt rücken.

Totalschaden

Wen der Betrugsskandal bei VW tatsächlich überrascht, der hat sich das Nachdenken schon längst abgewöhnt. Seit Jahrzehnten benötigt es eine ganze Täuschungsindustrie, um das Katastrophensystem Automobil künstlich schönzufärben. » Weiterlesen

Hass gegen Fremde ist oft nur fehlende Liebe gegen sich selbst (Foto: Johannes Reimann)

Das Prinzip Nähe

Eine Flucht in die Fremde haben nicht nur die Verfolgten in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt angetreten, sondern auch die meisten westlichen Wohlstandsmenschen. Denn seit die Elenden fortgesetzt in ihre Sphären eindringen, wird deutlich: Das hierzulande sorgsam gepflegte Gefühl von heimeliger Behaglichkeit war nur eine künstlich erzeugte Illusion. » Weiterlesen

Mehr Fallobst als würzige Suppe: PEGIDA ist Matsch in den Händen anderer

Keine Aussicht auf Klümpchen

Wenn kurz vor Heiligabend mehrere tausend Menschen durch Dresdens Straßen ziehen und gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes demonstrieren, dann ist wahrlich nicht Friede auf Erden. Doch statt den Adressaten ihres Protests die Suppe zu versalzen, köcheln die Frustbürger selbst auf ungeahnter Flamme – und zwar im Topf fremder Interessen. » Weiterlesen

Reparatur oder Abriss? (Foto: Johannes Reimann)

Müdes Pflaster

Die öffentlichen Zwischenrufe über den Zustand des deutschen Straßennetzes stehen demselben in Marodität bislang kaum nach. Weder Politik noch Medien sind in der Lage, fundiert zu diskutieren. Dabei muss nur jemand endlich die richtige Frage stellen. » Weiterlesen

Kein Wurstblatt: Der Straßenfeger bringt nicht nur dem Leser gute Nachrichten, sondern auch den Verkäufer_innen. (Foto: Johannes Reimann)

Das Heft in der Hand

Es erspart allein noch nicht den Gang in die Suppenküche, bietet aber einen guten Anfang. Straßenzeitungen als im besten Sinne soziales Medium bereichern Leser wie auch Verkäufer_innen. Zumal, wenn die sich für deren Absatz ordentlich ins Zeug legen. » Weiterlesen

Ironie, nicht einmal leise: Wer eilt dem in Not geratenen Helfer zu Hilfe? (Foto: Johannes Reimann)

Glaubenskrise

Am Beispiel des ADAC vollzieht sich aktuell einmal mehr ein eigentlich bekanntes Muster aus Sehnsucht, Projektion und Enttäuschung. Doch nicht nur falsche Propheten sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Auch ertappte Leichtgläubige dürfen nicht ihrer Verantwortung fliehen. » Weiterlesen

Krawall aus der Dose: »Was glauben Sie, wie schnell die Dinge voran kämen?« (Illustration: Johannes Reimann)

Ein Quantum Zoff

Aufputscher statt Softdrink: Gegen staatlich gefördertes Weichspülen will jetzt ein kräftiger Krachmacher in Dosenform antreten, gemixt aus lautstarker Empörung über die scheinharmonische Komfortdemokratie und frechem Protest gegen den unfairen Status Quo. Eine Kostprobe. » Weiterlesen

Am Ende dreimal teurer als geplant – verlieren jetzt auch kirchliche Würdenträger jedes Maß? (Foto: Johannes Reimann)

Wahn am Bau

Monumentale Bauvorhaben erregen nahezu immer mindestens Ärgernis, wenn nicht gar lauten Protest. Diese Gesetzmäßigkeit folgt dem physikalischen Prinzip der Gegenkraft bzw. -reaktion. Wo aber verläuft eigentlich die Grenze zwischen Großartigkeit und Größenwahn? » Weiterlesen

»Die da‹ – der Fingerzeig auf die politischen Gegener macht auch bei der SPD den Hauptteil des Programms aus (Foto: Johannes Reimann)

Nicht wir entscheiden

Mit dem ehemaligen Bundesaußenminister sucht endlich ein Profi die Moselprovinz auf, um Wahlkampf zu betreiben. Doch sein leidenschaftlicher Auftritt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die SPD Verantwortung externalisiert und nicht genügend Mut aufbringt, notwendig radikale Alternativen anzubieten. » Weiterlesen

Nicht mehr als eine Illusion: Was wir wählen, zählt längst nicht mehr. (Foto: raumblog.de)

Scheine pflastern Euren Weg

Am Montag fand ich meine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten. Doch wozu noch wählen? Das ist genau die Frage, die ich mir soeben sehr intensiv stelle. Ihr Verantwortungsträger – gleich ob Regierung oder Opposition –, die Ihr Euch gerne in das Geld der wahrhaft Mächtigen dieses Landes kleidet, hattet vier Jahre lang Zeit, mir gute Gründe zu bieten. Ich kann bis heute keinen einzigen erkennen. » Weiterlesen

Eine Plastik, die vor Geschacklosigkeit zerfließen zu wollen scheint (Foto: raumblog.de)

Elefantenstadl

Zu klobigen Standbildern aus billigem Kunststoff geronnene Belanglosigkeit, die man uns als Kunst andrehen will; pharaonenhafte Bauvorhaben, die wir als Fortschritt bejubeln sollen – Dickhäuter dienen als unfreiwillige Parabel für Unsinn, im Kleinen wie im Großen. Weshalb das schade ist und was sie dagegen tun sollten. » Weiterlesen

Zu spät, ihr rettet die Bahn nicht mehr! Denn dafür bräuchte es Klügere als Euch. (raumblog.de)

Es fährt ein Zug nach nirgendwo

Wer die Entwicklungen bei der Deutschen Bahn schon etwas länger verfolgt, kann bei den jüngsten Zuspitzungen in Mainz wohl kaum an einen Zufall oder die Verkettung unglücklicher Umstände glauben. Die Ereignisse bilden nicht mehr und nicht weniger als einen weiteren Kilometerstein auf dem absichtlich eingeschlagenen Weg in die vollständige Demontage. » Weiterlesen

Wahlkampf in Trier: Claudia Roths Auftritt kann leidlich unterhalten, überzeugen aber nicht. (Foto: raumblog.de)

Laut, aber leer

Was sie an Macht nicht haben, versuchen sie durch Lautstärke wettzumachen. In ganz Deutschland unterwegs, laufen Wahlkämpfende sechs Wochen vor der nächsten Bundestagswahl auf Hochtouren – und gestehen sich selbst doch nicht ein, dass ihnen längst der Treibstoff zur politischen Gestaltung ausgegangen ist. » Weiterlesen

Atlas des Super-GAU: In diesem Gegenden bedeutet eine strahlende Zukunft nichts Gutes für die Menschen (Illustration: raumblog.de)

Strahlende Landschaften

Kernkraftwerke sind eine schleichende, aber mächtige Bedrohung. Denn ihr Gefahrenpotenzial lässt sich zunächst nicht kognitiv erfassen. Erst am grässlichen Anschauungsbeispiel Fukushima und mithilfe abstrakter Berechnungen dämmert uns, dass wirklich sichere Gebiete in Deutschland eher die Minderheit bilden. » Weiterlesen

Von wegen transparent: Wer polierte Zahlen präsentiert, verfolgt häufig bestimmte Absichten. (Illustration: raumblog.de)

Spuk der Zahlen

Das einstige Symbol für Seriösität, die exakte Zahl, verkommt immer stärker zur Maske für zweifelhafte Absichten. Nicht wer die Wahrheit kennt, ist im Recht, sondern wer seine eigenen Angaben am besten zu verkaufen weiß. Statistiken sollen als künstliche Trugbilder wahlweise Empörung oder Euphorie erzeugen – mit katastrophalen Folgen für unseren Lebensraum. » Weiterlesen

Horror aus dem Hahn: Wird das, was uns Private servieren wollen, künftig nur noch halb so gut sein? (Illustration: raumblog.de)

Lizenz zum Plätschern

In ihrem ungebrochenen Regelungsrausch streckt die EU-Kommission ihre Finger nun auch nach der täglichen Versorgung mit Trinkwasser aus. Angesichts schlechter Erfahrungen nicht nur in Spanien und Frankreich begehrt eine EU-Bürgerinitiative dagegen auf. Doch mit der neuen Richtlinie steht uns noch nicht zwangsläufig der flächendeckende Durst bevor. » Weiterlesen

›Auf der Jagd‹ – dämlicher Scherz auf Kosten von mehr als 3.600 Verkehrstoten in 2012

Auf der Jagd

Der Kampf um die Straße wird zunehmend mit Gewalt geführt, sei es als subtile Drohung oder in Form offener Angriffe. Längst schmücken PKW-Besitzer ihr Vehikel mit Kriegserklärungen an alle Nichtmotorisierten. Der Rückfall in archaische Verhaltensweisen ist Wasser auf die Mühlen des Komplotts zwischen Macht und Geld – und dessen Inquisition gegen Radfahrer. » Weiterlesen

Karl Marx wieder in Trier: Kunst vor Welterbe (Foto: raumblog.de)

Ein Männlein steht im Walde …

Ob das wirklich Kunst ist, was derzeit im öffentlichen Trierer Raum vor sich hin sinniert, oder nur eine putzige Performance – ihre Wirkung verfehlen die unzähligen, rot angestrichenen Karl-Marx-Miniaturen vor der Porta Nigra nicht. Allein manch überraschende Reaktion von Passanten wie auch die eigenen seltsamen Assoziationen lohnen jeden ästhetischen oder gar kunstphilosophischen Grimm. » Weiterlesen

Monument des Irrsinns – eine solch lächerliche Entwicklung hat der Hauptbahnhof in Stuttgart eigentlich nicht verdient (Foto: Peter Röhl/ pixelio.de)

Ad absurdum

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat entschieden, das umstrittene Großprojekt ›Stuttgart 21‹ weiterbauen zu lassen, trotz Kostensteigerung um ca. 2,3 Milliarden Euro. Die Kontrolleure basieren ihren Beschluss lieber auf absurde Behauptungen statt auf geprüfte Sachargumente. Das ›neue Herz Europas‹ ist längst zum Fanal eines kollektiven Wahnsinns geworden. » Weiterlesen

Sinnbild für die Unvernunft der Herrschenden: Wer den Großen folgt, führt das Land in Lebensgefahr (Foto: Johannes Reimann)

Im Netz der Unvernunft

Wo wichtige Lehren aus anderen Großvorhaben zu ziehen wären, schottet sich die politische Klasse in Berlin hermetisch gegen fremdes Gedankengut ab. Dem bundesweiten Umbau der Energiesysteme liegt, von den Beteiligten akzeptiert, ein schädliches Planungsparadigma zugrunde, das am Ende nur wenigen Einzelinteressen dient. Doch die Graswurzeltriebe der Demokratie sprengen unterdessen still, aber unaufhaltsam selbst die meterdicke Betondecke großindustrieller Besitzstandswahrung. » Weiterlesen

Ein ›tatöwiertes‹ Haus in der Trierer Neustraße – die Fassade kündet von der bewegten Geschichte des Anwesens. (Foto: raumblog.de)

Nicht nur Fassade

Mit offenen Augen die Welt zu durchqueren ist gleichsam Kunst wie Pflicht dessen, der ansonsten über den Raum zu philosophieren sich berufen sieht. Vieles in der materiellen Realität unserer Städte und Ortschaften mag im Hintergrundrauschen der geschmacklichen Konformität verschwinden. Doch manch Objekt schafft ob seiner besonderen Gestalt einen außergewöhnlichen Eindruck. Heute fiel mir die Außengestaltung eines Hauses in der Neustraße in Trier auf. » Weiterlesen

Das Problem Saarstraße und seine Dimensionen (Grafik: raumblog.de)

Platz da, jetzt komm‘ ich!

Es wird eng in deutschen Städten. Verkehrsteilnehmer befinden sich im ständigen Konflikt miteinander. Statt auf ernsthafte Problemlösungen kaprizieren sich die Beteiligten aber lieber auf kleinteilige Scharmützel über fiese Falschparker und gefährliche Radl-Rambos. Selbst neuere Verkehrskonzepte bleiben erschreckend mutlos und suggerieren einen falschen Frieden. » Weiterlesen

Wenn der Fernbus einmal rollt, sind alle glücklich – oder? (Foto: meinfernbus.de)

Moneten-Trip ohne Wiederkehr

Nicht Weichen werden gestellt dieser Tage, sondern Räder gedreht, und zwar die ganz großen. Durch die Liberalisierung des Personenfernverkehrs soll alles besser werden. Das neue Jahr gibt den Startschuss für ein Rennen der besonderen Art: famoser Siegeszug der wirtschaftlichen Vernunft oder verkehrspolitische Irrfahrt? » Weiterlesen

Verramscht die Bundesregierung das Volksvermögen? (Foto: Johannes Reimann)

Willkommen auf dem Bundes-Trödelmarkt

Bundeswirtschaftsminister Rösler möchte Anteile, die der Bund an diversen Unternehmen hält, loswerden und mit den Erlösen die Haushaltskasse aufbessern. Weder die tatsächlich bevorstehenden Verkäufe noch deren Auswirkungen sind bisher spruchreif. Weshalb das Nachdenken darüber sich trotzdem lohnt – und allzu große Eile verbietet. » Weiterlesen

Der Stresstest zu Stuttgart 21 – bestenfalls Placebo, schlimmstenfalls tödliches Medikament

Allheilmittel mit Nebenwirkungen

Das wohl umstrittenste Großprojekt der deutschen Verkehrsgeschichte hat eine wichtige Hürde genommen. Die lautstarke Diskussion der Ausflüsse urteilt aber womöglich zu schnell und vergisst, vor einer umfassenden Diagnose zunächst die vollständige Krankenakte zu lesen. Denn was, wenn die gesamte Prozedur nichts weiter als homöopatische Laborspielerei gewesen ist? » Weiterlesen

Was bisher geschah ... eine Bankrott-Erklärung für die aktuellen Bahn-Lenker

Ohne den Wirt

Politik und Konzern möchten gern Erfolge über die Deutsche Bahn verbreiten. Allerorten befleißigen sich die Repräsentanten beider Spähren der guten Laune. Tatsächlich aber geben Fakten, Äußerungen, Nachrichten und der gesunde Menschenverstand Anlass zu großer Sorge. Eine Abrechnung. » Weiterlesen

Kinder in einem ugandischen Dorf – arm, aber glücklich?

Damit das Spiel der Mächte weitergeht

Es fachsimpelt sich leicht über Begriffe wie ›Entwicklung‹, ›Armut‹ oder ›Menschenwürde‹, solange kein echter Kontakt mit der Realität vonnöten ist. Die Mutigen suchen ihn im Gegenteil allerdings mit voller Absicht – und bleiben nicht selten ratlos zurück. Denn kaum eine elaborierte Strategie wird den wahren Zusammenhängen tatsächlich gerecht. » Weiterlesen

Woher wird die Energie der Zukunft kommen? (Foto: Falk Blümel/ pixelio.de)

Die Zukunft liegt vor der Haustür

Weil sich schlechte Nachrichten nun mal sehr gut verkaufen, wird viel zu häufig über vermeintliche Einbußen, Opfer und Kosten berichtet, die die Abkehr vom Atomstrom angeblich mit sich bringen wird. Eigentlich bietet die Energiewende sogar eine große Chance, Strukturen zu reformieren und Potenziale stärker auszunutzen. Doch selten stehen die Entscheider dem Prinzip Nähe auch selbst nahe. » Weiterlesen

Narrenschiff (Foto: Johannes Reimann)

Atomgetriebenes Narrenschiff

Zynismus als Schmiermittel für den Machtapparat, hanebüchene Realitätsverweigerung als falsch verstandenes Understatement: Die Kopflosigkeit der politischen Kreise angesichts der ultimativen Katastrophe in Fukushima ist nicht zu übertreffen. Doch wie in allen nach außen hermetisch abgeschotteten Regimen fehlt auch in Berlin von Ehrlichkeit und Erkenntnis jede Spur. » Weiterlesen

Die Crème de la Scène: Gipfeltreffen der Wüstenrufer

Zwischen Erstarrung und Wende

Wer als Newbie eine Veranstaltung mit den Größen des Fachs besucht, genießt möglicherweise noch eine Art Welpenschutz. Doch in das Staunen darf sich zur rechten Zeit durchaus auch eine gesunde Portio Skepsis mischen. Wie weit stimmen Wort und Wirkung dieses illustren Kreises tatsächlich überein? » Weiterlesen

Der Opel unter den Drahteseln: 0 Liter auf 100 Kilometer, in keiner Sekunde von 0 auf 100 km/h

Herrn Benz sehr verbunden

Das Automobil wird mit Pomp und Gloria als durchschlagender Erfolg der deutschen Industriegeschichte gefeiert. Klar, dass man auf einer Geburtstagsparty die schlechten Seiten des Jubilars gern verschweigt. Doch so richtig dankbar darf man dem Erfinder der Motorkutsche bei aller Lobhuddelei eigentlich nicht sein. » Weiterlesen

Sakralkonversion – wenn Kirchen keine mehr sind ... (Foto: Johannes Reimann)

Das Problem der letzten Messe

Weshalb sollte der Umgang mit funktionslos gewordenen Kirchen sich von dem mit allen anderen Brachen, ob mit industrieller, gewerblicher, militärischer oder sonstiger Geschichte, unterscheiden? Im Grunde teilen auch sakrale Bauten das gleiche Problem: Kann der ursprügliche Zweck nicht mehr erfüllt werden, muss eine Nachnutzung gefunden werden. » Weiterlesen

Ob sie in China wirklich Hunde essen, ist nicht belegt. Aber sie fahren Auto, und zwar immer mehr. (Foto: Jerzy/ pixelio.de)

Peking macht es vor

Europäische Wohlstandsprobleme, wie etwa negative Folgen des motorisierten Individualverkehrs, sind stete Begleiter der rasanten nachholenden Entwicklung in Schwellenländern und nehmen dort unter Umständen viel eher gravierende Ausmaße an. Problemlösungen werden dort oftmals früher entwickelt als bei uns – so etwa in der chinesischen Hauptstadt. » Weiterlesen

Wer gegen wen? ›Reich‹ definiert sich zunehmend durch Ablehnung gegenüber ›arm‹. Der gemeinsame Nenner – Mensch zu sein – zählt nicht. (Foto: raumblog.de)

Die Stadt ist nicht sozial

Gegen gesellschaftliche Verwerfungen, die von globalen Wandlungsprozessen verursacht werden, lässt sich nicht viel ausrichten. Aber das Wenige, klug gebündelt und eingesetzt, kann dennoch Wirkung entfalten – vor allem für die betroffenen Menschen. Davon will man in der Politik aber nichts mehr wissen. » Weiterlesen

Prof. Knoflacher mit seinem Gehzeug; Quelle: Wikipedia

Perverser Begriff von Freiheit

Bewegungsfreiheit kann niemals absolut sein. Genau das wollen uns die Automobilhersteller aber weismachen. Ihr Absatz hängt davon ob, dass wir nicht die lebensgefährliche öffentliche Dreckschleuder von ihnen kaufen, sondern das Rundum-Sorglos-Paket der privaten Annehmlichkeiten. Dafür unterhalten sie seit Jahzehnten ihren eigenen Gehirnwäsche-Apparat. » Weiterlesen

»Einen Kompromiss kann es nicht geben«

Wer die Zeit dafür fand, hing dieser Tage auffällig oft vor dem Reality-Politik-TV. Spannend wie ein Fußballturnier, kumulieren die Sprints, Dribblings und Volten der beiden gegnerischen Mannschaften im Spiel um den Großbahnhof ›Stuttgart 21‹ nun zum heiß erwarteten Ergebnis, dessen Verkündung Schiri Geißler allerdings bis zur allerletzen Minute der Verlängerung hinauszögert. » Weiterlesen