Schnappschuss: Haut doch einfach noch einen raus!

5. Februar 2016 | von Johannes Reimann

Ein Moment, eine Situation, eine Begebenheit — manche Stories wollen sofort kundgetan werden, ohne auf einen ausführlichen Beitrag zu warten. Diesmal: Die Bahn macht sich lächerlich. Mit Ansage.

Über die Misswirtschaft und Inkompetenz der Deutschen Bahn habe ich mich zuletzt im vergangenen Oktober erzürnt, meine Tirade über den absoluten Fehlgriff im Marketing folgte dann im November. Als wollte mir der Konzern der Peinlichkeiten trotzig antworten, gibt es jetzt denselben Clip im deutschen Fernsehen zu sehen, nur anders vertont:

»Schnell von Ort zu Ort, dank unserer vielen Sprinter-Züge und Direktverbindungen.«

Die Möchtegern-Marketer des Schrottwaggon-Dienstleisters erklären ganz ernsthaft die vorgebliche Zügigkeit ihres Angebots und das behauptetermaßen weitverzweigte Verbindungsnetz zu Aushängeschildern. Wo doch jeder weiß, dass der Fernverkehr seit Jahren auf dem Rückzug ist und die Verspätungen ebenfalls Jahr für Jahr zunehmen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Über den Autor

Johannes Reimann schreibt seit vielen Jahren. Das Studium der Angewandten Geographie/ Raumentwicklung hat seine Aufmerksamkeit besonders auf die Wirkung von politischen Entscheidungen und alltäglichem Leben im und auf den Raum gerichtet.

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